Ottebacherlied

Aus Ottenbach
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Der Anlass zum Ottebacherlied

Schulhaus Oberdorf (1880/81 mit neuem Mittelteil und neuer Turnhalle. Foto von 1955 von Lehrer Johann Fisch)
Lehrer Johann Fisch 1955 mit der 2. Klasse vor dem neuen Mitteltrakt und der Turnhalle (rechts)

Am 8. Mai 1949 wurde die neue Turnhalle (heute Gemeindesaal), im Zwischentrakt das Lehrerzimmer, ein Klassenzimmer, WC, und die Pausenhalle eingeweiht. Im Untergeschoss unter der Turnhalle wurde der Schwingkeller eingebaut. Im Untergeschoss unter dem Zwischentrakt waren die Duschräume, ein Raum unterteilt mit zwei Badewannen (öffentlich) Elektroraum und Archivräume.

Zu diesem Anlass machten die langjährige Primarlehrerin "Fräulein" Emma Schönenberger (†3.April 1976, 84-jährig) und der Dichter und Bauer "im Grund",Ottenbach , Kurt Leutert, (geb.15.Dezember 1923, gest.24.Dezember 2011) ein Festspiel. Motto: "Dorfleben" und "Die Turnstunde" (nach dem Bild von Anker)

Als Schlusschor des ganzen Festspiels wurde das "Ottebacherlied" uraufgeführt.

Der Komponist

Jakob Brunner war Lehrer in Thalwil, mit Dirigentenabschluss am Konservatorium. Von 1933-1964 war er Dirigent des „Sängerbund am Albis“, sowie von Chören in Thalwil.(Mitgeteilt von Peter.K.Jakob, Affoltern a.A. 21.6.2013)

Fräulein Schönenberger kannte den Komponisten und fragte ihn, ob er eine Melodie nach dem Gedicht von Kurt Leutert schreiben würde. Jakob Brunner hat das Lied mit dem Gesammtchor auch eingeübt und die Uraufführung dirigiert.

Der Dichter

Kurt Leutert, Landwirt "im Grund" Ottenbach, dichtete zu diesem Anlass die 3 Strophen zum neuen Lied. Kurt Leutert hat den Komponisten vorher nicht persönlich gekannt.

Landwirt und Nationalrat Albert Rütimann, Jonen, (* 26. Januar 1925 in Jonen; † 2. Juli 2009 in Baden AG) schreibt zum Geleit des dritten Gedichtbands:

"Kurt Leutert ist Dichter und Bauer im wahrsten Sinne des Wortes. Seine Inspirationen zu den immer wieder erfrischenden Neuschöpfungen entstehen nicht in trockenen, geschlossenen Räumen, sondern draussen in Gottes freier Natur, in engem Kontakt mit seiner Arbeitswelt. Er versteht es meisterhaft Sonne, Mond, Wind und Regen, Tiere und Pflanzen zum Sprechen zu bringen."

Siehe auch Leutert-Kohler Kurt *15.Dezember 1923 - 24.Dezember 2011

Das Ottebacherlied

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Text: Kurt Leutert - Melodie: Jakob Brunner

Mis Dörfli ischt im Rüsstal vo Bäume halb verdeckt
Und zwüsched grüene Matte lyt Hus um Hus versteckt
Uf allne Feischtersimmse hät's Blueme vor em Hus:
Und Sunne lachet fründli: So g'seht mis Dörfli us

Wirds dunkel uf de Matte chehrt d'Rueh is Dörfli y
Und alli sini Liechtli verbreited ihre Schy
Und schynt de Mond uf d'Dächer so hell, dass er nu cha
Dänn merk i erscht so richtig, wie lieb i s'Dörfli ha.

Mis Dörfli isch mi Heimet, vergässe chönnt i's nie
Würd ich au wyt i'd Fröndi dur alli Länder zieh
J ha z,vill schöni Stunde verläbt mit im allei
Drum zieht's mi immer wieder halt zu mim Dörfli hei

Refrain:

Drum will i immer z'fride si,
dass ich en Ottebacher bi
Wie euse Güggel frisch und Stolz
So sind au mir us gsundem Holz
Wie euse Güggel frisch und Stolz
so sind au mir us gsundem Holz


Gedichtbände: "Heimatklänge" (1955, vergriffen) "Abendläuten" (1961 Aehren Verlag Affoltern),"Wunder am Wege", 1986, Gemsberg Verlag Winterthur, ISBN 3-85701-088-6)

Eine in Melodie und Text nicht ganz originale Variante (aber lustig) unter www.rondomusik.ch

Quellen: Gespräch Pe mit Hedi und Kurt Leutert- Kohler, im Grund, Ottenbach am 30.Oktober 2006, nachmittags.


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Nachruf auf Kurt Leutert >>Leutert- Kohler Kurt *1923 - 2011

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Zum Text des Säuliämtler-Lied

Zum Artikel Säuliämtler Lieder und der Sängerbund

Mehr über über die beliebte, langjährige Ottenbacher Primarlehrerin Fräulein Emma Schönenberger bei Schönenberger Emma 1892-1976


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