Die Dorflinde

Aus Ottenbach
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Die Winterlinde

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– auch Steinlinde oder wissenschaftlich Tilia cordata (lateinisch für „Herzblättrige Linde“ oder auch „Herz[blatt]linde“) genannt – ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Linden (Tilia) in der Unterfamilie der Lindengewächse (Tilioideae) innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). (Wikipedia) Die Winterlinden werden über 30 Meter hoch.

Unterscheidungsmerkmale

Die Blätter der Winterlinde sind im Schnitt kleiner als bei der Sommerlinde. Ihre Unterseite ist blaugrün (Sommerlinde: hellgrün) mit rostroten Haarbüscheln an den Aderverzweigungen. 5-11-Einzelblühten.

Die Sommerlinde

(Tilia platyphyllos), botanische Schreibweise mit Bindestrich Sommer-Linde, auch Großblättrige Linde (Tilia grandifolia) genannt, ist eine Laubbaum-Art aus der Gattung der Linden (Tilia) in der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). (Wikipedia) Die Sommerlinden werden bis 40 Meter hoch.

Die Sommerlinde war einst Dorfmittelpunkt, Versammlungsstätte, Verkündigungsstätte Gerichtsort. Aber auch Feste wurden unter der Linde gefeiert.

Unterscheidungsmerkmale

Bei der Sommerlinde sind die Adern unterseits komplett weißlich oder gelblich behaart. Die reifen Nüsschen der Winterlinde sind beim Zerdrücken weich (bei der Sommerlinde hart).(Wikipedia) 2-4 Einzelblühten.

Mehr über Linden in diesem reich illustrierten Artikel:

http://www.dr-brodde.de/dokumente/b16_linde.pdf


Die Ottenbacher Dorflinden

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Geschichtlich sind vier Dorflinden bekannt:

Die erste bekannte Linde ist am 21. März 1753 bei der grossen Feuersbrunst verbrannt.

Mit Ausnahme des Gasthofes «Engel» wurden damals sämtliche Gebäude des Dorfes, welche südlich des Klosterweges lagen, zerstört.

Das Alter dieser Linde ist nicht bekannt, da das Gemeindebuch beim Brand zerstört wurde. Schulmeister Funk hat am «dritten Hornung 1754» ein neues Gemeindebuch angelegt.

Die zweite Linde wurde im März 1755 gesetzt.

Funk schreibt im neuen Gemeindebuch, dass der Dorfmeier und Kelleramtsweibel Leonhard Hegetschweiler zusammen mit Leutnant Jakob Leutert anstelle der verbrannten Linde auf dem Dorfplatz im März 1755 eine neue Linde gepflanzt habe. (1)

Die dritte Linde wurde am 9. Mai 1920 gesetzt

Die junge Linde wurde von dem damaligen Gemeinderat, Jakob Berli, Präsident; Heinrich Berli, Vize-Präsident; Albert Schneebeli, alt Präsident; Jakob Nievergelt, Gutsverwalter; August Spörri, Rickenbach, von seinem alten Standort im Isenberg abgehoben und an den heutigen Standort gebracht und gesetzt.

Die Linde von 1755 war morsch und krank geworden. Die Geschichte dazu im Artikel «Lindenprotokoll». (2)

Die vierte Linde wurde am 21. November 1970 gesetzt

Unten im Pflanzloch wurde eine Kassette mit aktuellen Dokumenten eingegraben. Am gleichen Tag war die Einweihung des LGO- Neubaus, Dorfplatz 3. (Landwirtschaftliche Genossenschaft Ottenbach). Laden mit Selbstbedienung, Wohnungen, Milchsammelstelle und Zivilschutz-Unterkunft. (3)

Der 1920 gesetzten Linde (Nr.3) hatte der ständig zunehmende Strassenverkehr zugesetzt, der Platz um den Stamm wurde ständig kleiner und ungefähr 1968 wurde sie gefällt und der Platz asphaltiert.

Die vierte Linde wurde vis à vis des Ladeneingangs des LGO-Gebäudes gesetzt. (Foto von 1980) Auf dem Bild sind weiter der alte Laden, (Flachdach) das Not-Schlachthaus und das Lager mit Verwalterwohnung zu sehen. Der alte Laden wurde 1970 und das Lager mit Verwalterwohnung 1981 abgerissen.

Die vierte Linde hatte in der Zeit zwischen 1970-1983 sehr gut entwickelt. Auf dem brachen Platz wurde 1983 das Mehrzweckgebäude, Dorfplatz 2, gebaut. Der neue Dorfplatz vor dem Gebäude musste bei der Linde etwas erhöht werden, dazu wurde eine Stützmauer gebaut. Leider wurden dabei auch die Wurzeln der Linde beschnitten. Davon erholte sich die Linde nie mehr ganz.


Quellen: (1) Bernhard Schneider, Ottenbachs Bevölkerung im Wandel, der Zeit 1986. (2) Gewerbeverein Ottenbach, Ottebächler Nr.14, März 1982 (3) Paul Schneebeli, Landwirtschaftliche Genossenschaft Ottenbach 1883-1997


Lindenprotokoll

Das "Lindenprotokoll", entnommen einem „Eingesandt“ aus dem Anzeiger für den Bezirk Affoltern aus dem Jahre 1966, beschreibt dass im Jahre 1920 die 170 jährige Dorflinde gefällt werden muss , sie ist morsch und dürr. Weiterlesen bei > Lindenprotokoll


Mehr über den Brand von Ottenbach bei Ottenbacher Geschichten und Sagen

9. Der Brand von Ottenbach am 21. März 1753


Ergänzungen, Korrekturen usw. bitte an: peter.eichhorn@gmx.ch


1811205

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