Landwirtschaft in Ottenbach

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Landwirtschaft in Ottenbach 13. – 19. Jahrhundert

Im Buch Ottenbachs Bevölkerung im Wandel der Zeit von Bernhard Schneider 1987 ist sehr vieles über die Steuern, Zinsen und Zehnten zu erfahren, welche die Bauern im Zeitraum vom 13. Jahrhundert bis ins 19. Jahrhundert abgeben mussten. Auch über die Entwicklung von Ottenbach von wenigen Fron- und Widumshöfen um 1200 bis zum Dorf von 1987 ist in vielen interessanten Kapiteln dargestellt.

Aus den aufgeführten Abgaben an die entsprechende Obrigkeit kann zum Teil auch herausgelesen werden, welche Art von Landwirtschaft betrieben wurde. Am Beispiel des „Rotterhofes“, des ehemals grössten Fronverbandes hat Bernhard Schneider eine Rekonstruktion der dazu gehörenden Güter gemacht.

Im 18. Jahrhundert gehörten die Mühle an der Reuss, eine zwischen dieser und dem Hobacher gelegene Hofstatt sowie zwei Hofstatten im südlichen Dorfteil zum Rotterhof. 39 Hektaren Ackerland waren auf die drei Zelgen verteilt, 19 Hektaren Wiesland lagen innerhalb des Eefadens (im eingezäunten Dorf) bei den Hofstätten, 5 Hektaren befanden sich ausserhalb der Zelgen, zwischen den Äckern, 10 Hektaren wurden als Matten gemäht und 2 waren Weideland. Ein aussergewöhnlich grosser Hof.

Die Dreifelderwirtschaft mit Schwergewicht auf Getreideproduktion war bis ins 19. Jahrhundert weitgehend intakt. Die Abgaben bestanden deshalb vor allem in Form von Getreide. Es gab aber auch den „Heuzehnt“, Abgaben für Sommerfrüchte, Obst, Wurzelgewächse, Hanf ab Ackern und Pünten und die Fasnachtshühner für den Pfarrer oder den Vogt. (Vogthühner)

Auch Reben wurden gepflanzt und natürlich mit einer Abgabe belegt.

Wichtig war für die damalige Gemeinde war die für alle nutzbare Allmend, welche ausserhalb der Dreifelderwirtschaft lag. Aber noch wichtiger waren die Gemeindehölzer. Holz war als Bau- und Brennmaterial unentbehrlich. Ohne Holz konnte man weder heizen noch kochen. Darum wurden mit Verordnungen, Erlassen und Verboten genau reglementiert.

Ab ca. 1770 wurden die Gemeindegüter verteilt oder verkauft. Die einzelnen Parzellen wurden mit dem Los und die 52 so genannten „Gerechtigkeiten“ (Anteile) aufgeteilt. Die heute noch bestehende Korporation blieb im Besitz des grössten Waldanteils auf dem Isenberg. Auch Holz und Streueland auf beiden Seiten der Reuss blieb in Koporationsbesitz.

Bernhard Schneider sagt in seinem Buch wenig aus über die Bewirtschaftungsart der Felder, Acker, Wälder, Allmenden und Riedgebiete und deren Änderungen im Laufe der Zeit. Anhand der Abgaben können aber doch Rückschlüsse gezogen werden.

Es bleibt dem interessierten Ottenbach und der hoffentlich ebenso interessierten Ottenbacherin nicht anderes übrig, als Schneiders Buch von A - Z zu lesen und so die Zusammenhänge versuchen zu verstehen.

In der Gedenkschrift zum 50-jährigen Bestehen der Gemeinde Obfelden ist die damals betriebene Landwirtschaft zwischen 1850 und 1897 ausführlich und anschaulich beschrieben und trifft so auch für Ottenbach zu.

Pe 1.2009

Landwirtschaftliche Betriebe in Ottenbach um 1950

Zur Zeit (2015) versuchen Fritz Egger und Peter Eichhorn, Ottenbach, eine Liste der Landwirtschaftsbetriebe in Ottenbach um 1950 zu erstellen. Sie sind dabei bis jetzt schon auf über 70 Namen gekommen. Die meisten Betriebe waren Klein- bis Kleinstbauern, das bewirtschaftete Land auf viele Parzellen verteilt. Trotzdem trugen sie hauptsächlich zum Leben und Überleben der Bevölkerung bei.

Die erarbeitete Liste wird nach Fertigstellung hier veröffentlicht. Gerne nehmen die Ersteller weitere Informationen zum Thema entgegen.

fridolin.egger@bluewin.ch

peter.eichhorn@gmx.ch

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Landwirtschaft in Obfelden 1850 – 1897

Obfelden - Gedenkschrift zum 50-jährigen Bestand der Gemeinde Oktober 1897

In diesem Jubiläumsband ist Teil III des Buches der Landwirtschaft und dem Kleingewerbe gewidmet und in folgende Kapitel unterteilt: Getreidebau, Hackfrüchte, Futterkräuter und Wiesenanbau, Milchverwertung, weitere Änderungen im Landwirtschaftsbetrieb, Genossenschaftswesen, Wein und Obstbau, Forstwirtschaft, Gartenbau und Bienenpflege, Kleingewerbe.

Die Obfelder Weiler waren während Jahrhunderten, bis zur Teilung 1847, politisch und kirchlich mit Ottenbach verbunden. Auch die geografische Lage, auf die Landwirtschaft bezogen, ist gleich. Ebenso war, wie in Obfelden, eine Weberei ansässige, welche auf den Nebenerwerb der Bauernfamilien eine wichtige Rolle spielte.

Auf 28 Seiten des 300-seitigen Buches werden die damaligen Verhältnisse in der Landwirtschaft beschrieben.

Die Seiten werden bei Gelegenheit eingescannt und für den Wikipeter bearbeitet.

Das Buch ist in der Regionalbibliothek Affoltern erhältlich

Pe 1.2009

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