Winterzeit für die Vögel

Aus Ottenbach
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Ottebächler Nr. 095 November 1999

Nicht essen, das ist ein Vogelbeeri !

So werden kleine Kinder gewarnt, wenn sie im Herbst die erstbeste rote Beere in den Mund stecken wollen. Vogelbeeren: Alle jene Beeren, die für den Menschen unbekömmlich sind, nennen wir in der Umgangssprache so. Dabei ist die wirkliche Vogelbeere (Sorbus aucuparia) ein bis zu 16 Meter hoher Baum, auch bekannt als Eberesche. Früher wurde sie zum Anlocken und Fangen von Vögeln angepflanzt, denn die roten Beeren sind als Winternahrung in der Vogelwelt sehr beliebt. Die Beeren sind mit ihrem hohen Vitamin- C Gehalt, gekocht als Kompott und Gelee, auch für uns Menschen bekömmlich.

Zu den ungeniessbaren Beeren gehören Sträucher mit hübschen Namen wie Pfaffenhütchen, roter Holunder (gekocht gut verwendbar), Geissblatt, Schneeball, usw. Und auch für sie stimmt der Begriff «Vogelbeere». Für Drosseln, Stare, Meisen und viele andere Vögel, sind diese Beeren in der kalten Jahreszeit eine der wichtigsten Nahrungsquellen. Ohne sie würden manche von ihnen den Winter nicht überstehen.

Die Natur hält also auch im Siedlungsgebiet Winterfutter für die Vögel bereit. Voraussetzung ist allerdings, dass wir Menschen die entsprechenden Lebensräume anbieten. In jedem Garten haben einige der oben genannten Sträucher Platz. Ottenbach mit seinen parkähnlichen Wohnquartieren bietet dazu gute Gelegenheit.

Ist die Winterfütterung von Vögeln nötig?

Die Vogelfütterung ist grundsätzlich nicht nötig. Vögel füttern kann aber ein spannendes Naturerlebnis sein, speziell für Kinder. Es macht Spass, Kleiber, Kohlmeise, Grünfink und Co. aus nächster Nähe zu beobachten. Das Gefühl zu haben, damit Naturschutz zu betreiben, wäre allerdings nicht richtig.

Wenn man trotzdem Vögel füttern will, muss auf einiges geachtet werden: Fütterung nur, wenn eine geschlossene Schneedecke liegt oder wenn der Boden längere Zeit hart gefroren ist. Futterzeit: morgens und abends. Am Morgen sind die Vögel hungrig und am Abend muss für die lange Nacht vorgesorgt werden. Das Futter so darbieten, dass es nicht nass wird und vereist. In der Nähe des Futterhäuschens sollten Gebüsche oder Bäume stehen (Zufluchtsort bei Gefahr).

Welches Futter bevorzugen die verschiedenen Vogelarten?

Sowohl die dickschnäbligen Finken, z.B. Buchfink und Grünfink, aber auch dünnschnäblige wie Kleiber und Meisen, picken fett- und stärkehaltige Nahrung wie Pinienkerne, Hanfsamen, Sonnenblumenkerne und andere feinere Sämereien. Die handelsüblichen FreilandFuttermischungen enthalten in der Regel das Nötige. Amseln lieben Obst (darf auch etwas angefault sein), Rosinen und Haferflocken. Brot und salzige Nahrung darf nicht verfüttert werden; auch Wasser soll nicht angeboten werden. Zudem muss darauf geachtet werden, dass sich die Vögel nicht ins Futter setzen können (Salmonellengefahr).

Detailliertere Informationen können bei der Schweizerischen Vogelwarte, 6204 Sempach https//http://www.vogelwarte.ch/de/home/]] und beim Zürcher Vogelschutz, Wiedingerstrasse 78, 8045 Zürich, [[1]]eingeholt werden.

Viele interessante Beobachtungen wünscht Ihnen die Kommission für Natur- und Landschaftsschutz Ottenbach KNL

Peter Eichhorn

2017


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