Gartenarbeiten im Februar

Aus Ottenbach
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Nr. 102 Januar 2001 Ottebächler

Der Gärtner setzt im Februar die Gartenarbeit fort, indem er vor allem das Wetter pflegt.

Dieser Ausspruch eines mir unbekannten Gärtners beruht sicher auf der Kenntnis, dass der Februar für den Garten eine gefährliche Zeit ist. Fröste, Sonne, Feuchtigkeit (von Schnee bis Regen) und austrocknender Wind bedrohen die Gartenpflanzen. Darum beobachten wir das Wetter kritisch, ohne aber einfach nichts zu tun. Die nachfolgenden Tipps sind für den erfahrenen Gärtner/Gärtnerin sicher keine Neuigkeiten, immerhin gibt es aber auch «Neulinge».

Das Unkraut

Die milden Monate im vergangenen Herbst haben das Unkraut, beschönigend auch «Begleitflora» genannt, am Leben erhalten. Tipp: Mit einer scharfen Pendelhacke bei angetrockneter Erde alles Unkraut kurz unter der Erde «abschneiden». Wurzelunkräuter ausstechen. Jede Woche, wenn es vom Wetter her möglich ist, eine kurze «Jättour» durch den Garten machen, und Sie ersparen sich im Frühjahr manchen Schweisstropfen!

Der Kompost

Bald wird wieder Kompost benötigt, um gute Erde für Sämlinge in Schalen usw. zur Verfügung zu haben. Wenn der Reifezustand des Kompostes nicht beurteilt werden kann, machen wir den «Kressetest». Wir nehmen einen Topf voll Kompost und sähen den Kressesamen ziemlich dicht hinein. Keimt er gleichmässig und bleibt grün, ist der Kompost gut. Wird er gelb und keimt unregelmässig, ist er noch zu jung.

Schnee und Wind

Gehölze und Stauden von schweren Schneelasten befreien. Winterschutz kontrollieren.

Wässern

Bei sonnigem Frostwetter verdunsten immergrüne Pflanzen wie Koniferen, Kirschlorbeer und Rhododendren erhebliche Mengen an Wasser. Entrollen Rhododendren bei Tauwetter ihre Blätter nicht, so weist das auf Wassermangel hin. Auch Pflanzen in Kübeln, Töpfen und Balkonkistchen sollte gewässert werden. Pflanzen unter Dachvorsprüngen nicht vergessen! Achtung: Vorsichtig giessen, damit keine Staunässe entsteht!

Gehölzschnitt

Bei Temperaturen über 5° C ist es höchste Zeit für den Schnitt der Obstbäume und Gehölze, wo noch nicht ausgeführt.

Achtung: Frühjahrsblüher, die ihre Blüten am letztjährigen Holz bilden, schneidet man unmittelbar nach der Blüte (z.B. Forsythie, Schneeball). Tipp: Ist ein alter Strauch zu gross geworden oder wurde er falsch geschnitten, kann man in auf «Stock» schneiden. Dabei wird alles Holz bis handbreit über dem Boden geschnitten.

Düngen

Zwischen Stauden, unter Bäumen usw. kann organischer Dünger oder Kompost verteilt werden.

Rosen

Rosenliebhaber/Innen kennen ihre Pflanzen und Eigenheiten am besten. Für Neupflanzer/Innen gilt, dass nicht die erstbeste und günstigste Rose auch wirklich hält, was auf dem Kaufzettel steht. Es lohnt sich, rechtzeitig im Fachgeschäft nachzufragen, widerstandsfähige Sorten zu wählen, den Boden richtig vorzubereiten, den Pflanzzeitpunkt zu kennen und auch schädlingshemmende Begleitflora anzupflanzen (Lavendel, Ringelblume, Thymian, Minze ziehen Nützlinge an und halten Blattläuse fern).

Der richtige Schnittzeitpunkt für Rosen ist in unserem Gebiet der März. Der Schreibende ist kein Fachmann. Tipp: «Fragen Sie bitte Ihren Gärtner oder lesen Sie den Beipackzettel».

Zimmerpflanzen

Die Lichtintensität nimmt jetzt wieder zu, die Pflanzen beginnen rascher zu wachsen. Höchste Zeit, dass man Pflanzen in zu kleinen Töpfen in geeignetere Gefässe umtopft.

Natur vor der Haustüre

Die Kommission für Natur- und Landschaftsschutz Ottenbach (KNL) befasst sich unter diesem Titel auch mit der naturnahen Gestaltung von Hausgärten. Diese sind ein wichtiger Teil unserer, von Menschen geschaffenen, Kulturlandschaft. Über Jahrhunderte haben sich Flora und Fauna den vorhandenen Gegebenheiten angepasst. Es hat sich eine grosse Vielfalt entwickelt. Der Mensch kann mit relativ kleinem Einsatz Lebensräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten erhalten. Es müssen z.B. nicht immer «exotische» Sträucher sein.

Einheimische Arten bieten auch viele Möglichkeiten in Wuchs, Blattfarbe, Blüten und Früchten. Dazu bieten sie auch das richtige Nahrungsangebot für Insekten und Vögel. Lassen Sie sich von erfahrenen Gärtnern, Nachbarn oder vom KNL beraten.


Aktion Igel: Achte auf mich!

Auf der Webseite des Vereins Pro Igel ist alles über Igel zu finden.

https://pro-igel.ch/


Die KNL Ottenbach wünscht Ihnen ein erfülltes Jahr im Lebensraum Natur. Peter Eichhorn


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