Ursula Bonvin verlässt die Gemeinde- und Schulbibliothek

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Ottebächler Nr. 148 September 2008

Im Hinblick auf die Eröffnung der Gemeinde- und Schulbibliothek wurde Ursula Bonvin 1991 mit deren Leitung betraut. Nach 17 Jahren tritt sie nun zurück: «Ich will aufhören, so lange mir die Arbeit noch grossen Spass macht.»

Ursula Bonvin war von Beginn weg sehr innovativ. Als erste Kleinbibliothek des Kantons Zürich wurde in Ottenbach von Beginn weg ausschliesslich mit EDV gearbeitet. Als wichtige Voraussetzung dafür, dass die Ottenbacher Bibliothek so gut gedeihen konnte, bezeichnet Ursula Bonvin das Vertrauen, das ihr in der ganzen Zeit von den Gemeindebehörden und der Bibliothekskommission entgegen gebracht worden ist.

Was hat sich in den letzten 17 Jahren in der Schul- und Gemeindebibliothek Ottenbach geändert? Ursula Bonvin erwähnt die Professionalisierung, die kundenorientiertere Führung und den Ausbau des «Nonbook»-Bereichs mit Filmen, Hörbüchern, CD-ROM und Playstation-Angeboten: «Wir bieten das an, was die Kundinnen und Kunden wünschen. Wir wollen die Leute nicht erziehen, wie das früher bei Bibliotheken oft der Hintergedanke gewesen ist.» Die Bibliotheksleitung entscheidet also nicht über den «guten» Geschmack, zieht aber eine Grenze, wenn ein Medium beispielsweise sinnlose Gewaltelemente enthält.

Das Herzblut, das Ursula Bonvin während der letzten 17 Jahre in die Bibliothek investiert hat, ist spürbar. Sie überlässt ihrer Nachfolgerin, Rosmarie Weber, ein motiviertes Team. Für sich selbst gewinnt sie mehr Flexibilität in der spontanen Gestaltung ihrer Zeit, mehr Raum zum Lesen und die Möglichkeit für neue Ideen und Projekte.

Autor: Bernhard Schneider

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Foto: Rita Ackermann. U.Bonvin bekommt Blummenstraus