Neue Hochstamm-Apfelbäume auf dem Püntenplätzli

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Ottebächler Nr. 140 Mai 2007

Die neugepflanzten Obstbäume auf dem Püntenplätzli oberhalb des Friedhofs
Senior (rechts) und Junior Hegetschweiler beim Pflanzen

Hochstämmige Obstbäume prägen das Landschaftsbild und fördern die biologische Vielfalt. «Mis Dörfli ischt im Rüsstal, vo Bäume halb verdeckt» heisst es im Ottebacherlied. Aus wirtschaftlichen Gründen ist jedoch der Obstbau seit vielen Jahren stark zurückgegangen. In verdankenswerter Weise tragen aber immer noch viele Baumbesitzer Sorge zu den alten Bäumen, ja es werden sogar neue gepflanzt. Es ist auch ein Ziel des Landschaftsentwicklungskonzeptes (LEK) Ottenbach, die bestehenden Hochstammobstbäume zu erhalten oder zu ergänzen.

Die Politische Gemeinde besitzt oberhalb des Friedhofs die Parzelle Nr. 1323, genannt *Püntenplätzli. Sie liegt in der Freihaltezone. Der Pächter, Roger Hegetschweiler, Ottenbach, bewirtschaftet die Wiese extensiv, d.h. sie wird nicht gedüngt. Auf dem Püntenplätzli standen einst Reihen von Birn- und Apfelbäumen, davon übrig geblieben sind noch vier sehr alte, urwüchsige Exemplare, zwei davon sind schon längere Zeit abgestorben.

Auf Antrag der KNL bewilligte die dafür zuständige Hochbaukommission die Pflanzung von vier neuen Bäumen. Es sind wertvolle alte Sorten und tragen eigenartige Namen: Rodersdorfer, Chilehöfler, Balgacher Kirchenapfel und Gäsdonker.

Roger Hegetschweiler erhielt den Pflanzauftrag. Vater Walter Hegetschweiler bereitete die Pflanzlöcher vor, d.h. es musste die wenig geeignete, mit Kies durchsetzte Erde entfernt und mit guter Pflanzenerde ersetzt werden.

Am 4. April 2007 war es soweit: Die Bäumchen wurden eingepflanzt und mit einem schützenden und stützenden Pfahl versehen.

Zum Schluss erhielten die Bäume einen so genannten Formierungsschnitt, der Grundstock für eine gute Kronenentwicklung. Vater und Sohn Hegetschweiler («Högerli’s») sind darin Experten: Seit Generationen wird Obstbau betrieben, von 1976 bis 2004 sogar in einer eine Hektar grossen Intensivobstanlage.

Die jungen Bäume müssen nun gut beobachtet und gepflegt werden. Wenn keine Mäuse an den Wurzeln nagen, keine schädlichen Insekten in Scharen auftreten, genügend Wasser an die Wurzeln kommt, wenn diese und noch viele weitere mögliche Ereignisse gut verlaufen, können die Bäume in 4-5 Jahren die ersten Äpfel tragen.

Peter Eichhorn KNL

  • Pünt = Pflanzland, Schrebergarten

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