Die römischen Götter

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Isis und Osiris

Die orientalischen Einflüsse auf die römischen Götter (Internet)

Im schon genannten Kult der Kybele traf im 1.Jh.v.Chr. ein neuer Kult auf allgemeine Beliebtheit: der Kult der Isis und des Osiris. Nach der Eroberung Ägyptens kam es in Rom bald zu einer Ägyptomanie. Isis ist eine alte ägyptische Gottheit, die vor Urzeiten den Kosmos geordnet haben soll. Ihr Herrschaftsgebiet ist Himmel und Unterwelt, Erde und Meer, sie lenkt das Schicksal und schützt Ackerbau und Schiffahrt, außerdem überwacht sie Kultur und Gesetze, deren Urheber sie ist.

Bruder und Gatte der Isis ist Osiris, der Gott der Fruchtbarkeit und des Lebens. Ein weiterer Bruder, der Gott Seth, der Herrscher über den Wüstenwind, soll Osiris in eine Lade geworfen und dem Nil übergeben haben. Isis findet den Leichnam des Geliebten, doch Seth zerreißt diesen in 14 Stücke. Nach langem Suchen findet Isis die Teile und erweckt durch deren Zusammensetzen Osiris zu neuem Leben. Von nun an herrscht dieser über die Totenwelt als Richter. Die Pharaonen glaubten durch ihren Tod mit Osiris eins zu sein und dadurch ewiges Leben zu erringen. Spätere ägyptische Anschauungen räumen jedem Menschen die Möglichkeit ein, mit Osiris ewig zu leben. Daraus ist es verständlich, daß der Isis-Osiris Kult, der unter Sulla nach Rom kam, bei den Römern schnell Fuß faßte.


Im Zeichen von Krummstab und Fliegenwedel (Pfr. Urs Boller)

Foto

PICT0062 22.4.2006 Kulturwanderung Pfr. Urs Boller Helldeckel.jpg

Die Kulturreise führte auf dem Isenberg auch in den Waldteil "Helldeckel" oberhalb des Reiterhofes "Oberberg"

Nach viel "göttlichem" muss natürlich auch etwas "weltliches" auf den Tisch. Mit weissem Hemd Pfr.U.Boller


Die keltischen Christen kannten keine Berührungsängste, weder zu den Heldengeschichten ihrer Vorfahren, noch zu den Mythen anderer Religionen. Sie bekämpften das Vorgefundene nicht, sondern wandelten es um und integrierten es in das eigene welt- und Menschenbild. So erinnert die Haltung, die der erhöhte Christus auf der Ostseite irischer Kreuze einnimmt, unmissverständlich an den ägyptischen Gott Osiris,der mit Krummstab und Wedel in derselben Stellung dargestellt wurde. Den Krummstab hat man mit dem Kreuz ersetzt; den Fliegenwedel mit dem Blütenzweig. Osiris galt im alten Ägypten als Herrscher der Unterwelt. Er wurde wie Christus als <Licht des Lebens> bezeichnet und als Gott der Auferstehung verehrt. und wenn man seine abenteuerliche Geschichte liest, wird verständlich, weshalb man ihn – zumindest äusserlich – mit dem Gekreuzigten in Verbindung brachte.

Quellen

Pfarrer Urs Boller, CH-8910 Affoltern. Er hatte im April 2006 "Kulturreisen im Säuliamt" durchgeführt. Die letzte dieser Reisen führte am Samstag, 22.April 2006 auf den Isenberg.


Archäologische Funde in Ottenbach bei > Archäologie


Archäologische Funde in Unterlunkhofen AG

Die Keltengräber

Im Bärhau, einem rund anderthalb Kilometer östlich des Dorfes gelegenen Waldstück, befindet sich der grösste Friedhof der frühen Eisenzeit, der bis jetzt in der Schweiz entdeckt wurde. Die aus der Hallstatt-Periode (ca. 7. Jahrhundert v. Chr.) stammende Nekropole umfasst 63 Grabhügel. Diese wurden erst Ende des 19. Jahrhunderts genauer erforscht, dabei fand man viele Grabbeigaben, vor Allem Tongefässe, aber auch kleinere Bronze- und Eisenteile, sowie ein grosses Eisenschwert. Der grösste Hügel, auf dem drei Menhire stehen, ist etwa vier Meter hoch und besitzt einen Durchmesser von 30 Metern. Die hier beigesetzten Menschen wurden, mit wenigen Ausnahmen, alle Brandbestattet.

Eine Nekropole oder Totenstadt (altgr. nekros ,Toter‘ und polis ,Stadt‘) ist eine größere Begräbnis- und Weihestätte des Altertums und der Ur- und Frühgeschichte

Geneviève Lüscher (* 1953 in Grenchen) ist eine Schweizer Prähistorikerin, Sachbuchautorin und Wissenschaftsjournalistin.

Geneviève Lüscher verfasste eine sehr umfangreiche, dedaillierte Dissertation über die Grabhügel in Unterlunkhofen, welche 1993 in Buchform veröffentlicht wurde.

Titel: Unterlunkhofen und die hallstattzeitliche Grabkeramik in der Schweiz. 208 Seiten und 75 Seiten mit Zeichnungen der gefundenen Gefässe, Bronce- und Eisenteile, sowie 7 ausklappbare Tafeln mit Zeichnungen.

Lüscher öffnete für ihre Dissertation keine Grabhügel, sondern führte die vorhanden Grabberichte in minutiöser Klein-und Sucharbeit zusammen. Enthalten ist darin in gleicher Weise ein Katalog mit der Grab-Keramik aus der übrigen Schweiz. Ein heute (2015) noch beeindruckendes und einmaliges Werk! In der Regionalbibliothek Affoltern erhältlich.


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