Ökopower AG Kompogas: Unterschied zwischen den Versionen

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Optionen: 1. Ausstieg aus dem Kompostgeschäft, 2. Neubau einer
 
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Anlage mit Energiegewinnung, 3. Reduktion der
 
Anlage mit Energiegewinnung, 3. Reduktion der

Version vom 26. Februar 2017, 18:37 Uhr

Ökopower AG

CO2-neutral produzierter Naturstrom aus Grüngut

Energie gewinnen statt Energie vernichten

OTTENBACHT ZH, 4. Juli 2006 - 12 Millionen Franken investierte die Ökopower AG, ein Gemeinschaftsprojekt der Agir AG und der Kompogas AG, Partner der Axpo, in die neue Feststoff-Vergäranlage in Ottenbach. Dank dieser Investition können die Einwohner des Säuliam/Freiamt künftig umweltfreundlich mit CO2-neutral erzeugtem Naturstrom versorgt werden. Die moderne Kompogas Anlage ersetzt das ehemalige Kompostierwerk der Agir AG und nutzt ab sofort das in Grüngut, Küchenabfällen und Speiseresten vorhandene Energiepotenzial. Ei ne zukunftsweisende Lösung.


Die Eröffnung der zwölften Kompogas Anlage in der Schweiz ist ein weiterer Meilenstein in der Produktion umweltfreundlicher Alternativenergien. Die Feststoff-Vergäranlage in Ottenbach ZH gewinnt aus 16'000 Tonnen biogenen Abfällen und Grüngut der Region Säuliam/Freiamt knapp 3 Mio. kWh/Jahr Naturstrom oder Gas, das dem Energieäquivalent von rund 1 Mio. Liter Benzin pro Jahr entspricht. Nebst der sinnvollen Verwertung von Grüngut liefert das Kompogas Verfahren zusätzlich Frischkompost und Naturdünger, die für den biologischen Landbau zertifiziert sind. So schliesst Kompogas den natürlichen Kreislauf.

Vorteile für die Bevölkerung

Die Energiegewinnung durch Feststoffvergärung macht nicht nur ökologisch Sinn. Die Verwertung biogener Abfälle rechnet sich auch ökonomisch. In der Vergangenheit mussten die von den Gemeinden eingesammelten Küchenabfälle und Speiseresten teuer über die konventionelle Kehrichtverbrennung entsorgt werden, da sie zum Kompostieren nicht geeignet sind. Grüngut und Küchenabfälle sind weit mehrwert, als man auf den ersten Blick sieht. Die neue Kompogas Anlage in Ottenbach wird aus 16'000 Tonnen Biomasse pro Jahr Naturstrom für rund 2'000 Haushalte produzieren.

Optional kann das aus der Vergärung gewonnene Biogas auch zu Treibstoff aufbereitet werden. Mit der Energie, die aus einem Kilogramm Bananenschalen oder Kotelettknochen gewonnen wird, kann zum Beispiel ein Mittelklasseauto einen Kilometer weit fahren. So könnten die Bewohner aus der Region Säuliam/Freiamt, die ein Gasfahrzeug benutzen, zusätzlich vom CO2-neutralen Treibstoff Naturgas (Kompogas/Erdgas) profitieren. Sie wären nicht nur umweltfreundlicher unterwegs, sondern würden rund einen Drittel weniger für ihren Treibstoff bezahlen. Sobald die geplante Erdgasversorgung im Säuliam/Freiamt vollzogen ist, kann der aus Biogas aufbereitete Treibstoff direkt ins Erdgasnetz eingespeist und an den öffentlichen Tankstellen bezogen werden.

Zusätzlich fallen durch den Vergärprozess Kompost und Flüssigdünger an, die für den biologischen Landbau zertifiziert sind. In der Landwirtschaft sind diese Produkte sehr begehrt. Aber auch die privaten Haushalte profitieren vom Frischkompost. Sie können ihn gratis bei der Kompogas Anlage beziehen. So schliesst das Kompogas Verfahren den ökologischen Kreislauf und erzielt einen energetischen Mehrwert.

Tag der offenen Tür - Information für die Bevölkerung Am Samstag, 8. Juli 2006 (11.30 bis 15.30 Uhr) kann die Bevölkerung am Tag der offenen Tür alles über die sinnvolle Verwertung ihrer Garten- und Küchenabfälle erfahren. lm Mülibach Kieswerk der Agir AG in Ottenbach, am Standort der neuen Kompogas Anlage, wird auf einem Rundgang erklärt, wie aus Grüngut umweltfreundliche Energie gewonnen wird, was alles vergärbar ist und somit der Grüngutsammlung mitgegeben werden kann. Dazu gibt es eine Menge Attraktionen. Vor allem den Kindern steht ein umfangreiches Programm zur Auswahl.


Wichtige Angaben zur Kompogas Anlage der Ökopower AG

  • Jahresleistung: 16 000 Tonnen Bioabfälle
  • Biogas-Produktion mit einer Tagesleistung im Äquivalent von 3000 Litern Benzin.
  • Stromgewinnung mit einer Jahresleistung von 2,92 Mio. kWh.
  • Investitions-Volumen: 12 Mio. Franken.
  • Die Ökopower AG ist ein Gemeinschaftsprojekt der Agir AG, Affoltern a. A.

und der Kompogas AG, Glattbrugg

Wichtige Fakten zu Kompogas

Allgemein

Die Kompogas AG ist Weltmarktleader auf dem Gebiet der Feststoff-Vergärung und Partner der Axpo, einem der grössten Stromproduzenten der Schweiz. Die Axpo ist seit Anfang 2006 mit 49 Prozent an Kompogas AG beteiligt und will im Rahmen einer verantwortungsbewussten Zukunftsausrichtung verstärkt die ,,neuen Energien" vorantreiben und in diesem Sektor langfristig die Schweizer Marktführung erlangen. Das Kompogas Verfahren ist weltweit durch mehr als 15 Patente geschützt und wird bereits in vielen Ländern Europas (u.a. Schweiz, Deutschland, Östereich, Spanien) und Asiens (u.a. Japan) erfolgreich genutzt.

So funkioniert das Kompogas Verfahren

Bioabfall (Grüngut, Küchenabfälle, Gartenabfall etc.) wird im anaerob (unter Luftausschluss) arbeitenden Trocken-Gärreaktor (Fermenter) durch Mikroorganismen vergärt. Dabei entsteht wervolles Biogas. Damit wird in Blockheizkraftwerken CO2-neutraler Strom erzeugt. Der Vertrieb erfolgt über das bestehende Versorgungsnetz. So können umweltbewusste Kunden direkt auf regenerative Energie zugreifen und deren Verbreitung fördern. Durch den höheren erneuerbaren Anteil in der öffentlichen Energieversorgung wird deren Nachhaltigkeit verbessert. Daneben wird das Kompogas zu Erdgasqualität aufbereitet und als CO2-neutraler Fahzeugtreibstoff Kompogas verwendet. Der Vertrieb erfolgt als Naturgas (Kompogas/Erdgas) via Einspeisung ins öffentliche Versorgungsnetz der Erdgas Zürich AG oder via Direktverkauf an Kompogas eigenen Tankstellen.

Kompogas ist umweltfreundlich

  • Kompogas produziert CO2-neutralen Strom, regenerativ und wird im geschlossenen ökologischen

Kreislauf produziert.

  • Kompogas als Treibstoff für Fahrzeuge reduziert den Schadstoffausstoss (53% weniger Stickoxide

(NOJ, 73% weniger Kohlenwasserstoffe (HC) und bis zu98% weniger Russ als bei Benzin- und Dieselfahrzeugen).

  • Mit der bei der Kompogas Vergärung von einer Tonne Bioabfall entstehenden Menge Biogas kann ein

Mittelklassewagen rund 1 '000 Kilometer weit fahren.

Kompogas ist ökonomisch

  • Kompogas nutzt bestehende Infrastrukturen (Erdgasverteilnetz, Gastankstellen).
  • Kompostieren verbraucht Energie, die Kompogas Vergärung erzielt Energie-Überschüsse.
  • Es fallen wertvolle Zusatzprodukte wie Flüssigdünger und Biokompost an. Diese sind für den

biologischen Land bau zertifiziert.

  • Der Treibstoff Kompogas ist etwa ein Drittel günstiger als Benzin oder Diesel.

Kompogas ist flexibel

  • Kompogas Anlagen sind modular aufgebaut. Es können Anlagen mit Kapazitäten von

5'000 bis 100'000 Jahrestonnen Biomasse erstellt werden.

  • Kompogas Anlagen sind mit bestehenden Kompostieranlagen einfach kombinierbar.

Facts-Sheet

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Firma: Ökopower AG

Sitz: Mülibach, 8913 Ottenbach

Postadresse: alte Obfelderstrasse 55, 8910 Affoltern a.A.

Gründungsdatum: 09. September 2004

Aktienkapital: CHF 500'000

Zweck: Die Gesellschaft bezweckt die Verwertung von organischen Abfällen mit Energiegewinnung, insbesondere den Bau und den Betrieb von Vergär- und Kompostieranlagen.

Aktionäre: 50% Kompogas Betriebs AG, 50 % Agir AG

Verwaltungsrat: Walter Schmid (Präsident), Marino Crescionini (Mitglied), Hans- Martin Meyer (Mitglied), Theo Huwiler (Mitglied)


Geschichte Firma:

Am Standort Mülibach, Ottenbach hat die Agir AG seit 1987 eine konventionelle Offenkompostierung betrieben. Aufgrund veränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen, aber auch auf Grund der zunehmenden Emissionen, hat die Agir AG zu Beginn des neuen Jahrtausends entschieden, den Neubau eines modernen Kompostierwerkes mit Energiegewinnung zu prüfen. Von Seiten der Behörden wurde die Einstellung der konventionellen Kompostierung definitiv per Ende 2005 verfügt.

Für Agir AG verblieben drei Optionen: 1. Ausstieg aus dem Kompostgeschäft, 2. Neubau einer Anlage mit Energiegewinnung, 3. Reduktion der Verarbeitungsmenge unter die Grenze von 5'000 Jahrestonnen (Grenzwert der Pflicht für die Energiegewinnung). Option 3 wurde sogleich aus wirtschaftlichen Gründen verworfen.

In Anbetracht der hohen Investitionsrisiken eines neuen Kompostierwerkes (Option 2) für die in der Baustoffindustrie tätige Agir AG, suchte der Verwaltungsrat der Agir AG nach einem geeigneten Partner.

In der Kompogas-Gruppe fand die Agir AG wohl den weit herum kompetentesten Partner für die Realisation des Projektes. Innerhalb kürzester Zeit wurde die neue Firma gegründet.

Quellen: Abgegebene Unterlagen der Ökopower anlässlich der Pressekonferenz am 4. Juli 2006 in der Kiesgrube Mülibach Ottenbach

2.2017 >>>Mehr und neuere Angaben über die Kompogasanlage auf der Seite der >> http://www.agir.biz/


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