Gmeimatt Ottenbach - Flachmoor und Eisfeld

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Seite im Aufbau. Informationen und Anregungen an peter.eichhorn@gmx.ch

Gmeimatt Ottenbach ZH - Flachmoor

- Auf der Liste der Flachmoore von nationaler Bedeutung seit 1994

- Biotop von nationaler Bedeutung im Reusstal

Ried Gmeimatt

Amphibienlaichgebiet Obj.Nr. 680 Gemeinde Ottenbach ZH Bereich A 7.90 ha Bereich B 6.20 ha

Flachmoor Gmeimatt Obj.Nr.6 Gemeinde Ottenbach ZH Fläche 4.32 ha

Quelle: J. Fischer Januar 2010


Amphibien im Flachmoor Gmeimatt 2018

Quelle: Harald Cigler, Gebietsbetreuer

1. Der Laubfrosch

Eine der grössten Populationen im Reusstal

2. Grasfrosch

(im fortwährend Wasser führenden Bereichen)

3. Kleiner Wasserfrosch und Teichfrosch:

Ersterer als einheimische Art ist besonders stark vertreten, was heute auch eine Besonderheit ist. Der Teichfrosch ist ein Hybride der schwächer vertreten ist.

4. Bergmolch

5. Teichmolch:

Eine im Kt. Zürich stark gefährdete, sogar lokal vom Aussterben bedrohte Art kommt in der Gmeimatt, vor allem im kürzlich gestauten Teil gut vertreten vor.

6. Kammmolch:

Die grösste Molchart der Schweiz kommt hier auch besonders im gestauten Bereich gut vertreten Auch er zählt zu den stark gefährdeten Arten wie der Teichmolch.

Quelle: Harald Cigler, Affoltern a.A., Gebietsbetreuer, hat die, auch für Laien verständlich Liste der Amphiben, im April 2018 zusammengestellt. Besten Dank! 6.2018 pe

Gmeimatt Ottenbach ZH - Eisfeld

Ein kühles Eis für Alle!

Ottebächler Nr. 108 Januar 2002 Autor: Peter Eichhorn

Die beiden Riedgebiete Bibelaas und Gmeimatt entlang des Fabrikkanals sind «Flachmoore von nationaler Bedeutung". Hier gedeihen z.B. das gefleckte Knabenkraut und die Sibirische Schwertlilie. Beide Naturschutzgebiete sind im Besitz des Kantons Zürich. Nach genauen Vorgaben werden sie von Ottenbacher Bauern im Auftrag des Kantons bewirtschaftet. Eine Ausnahme ist das sogenannte «Eisfeld» im untersten Teil der Gmeimatt. Es wird ebenfalls nach den gleichen Schutzauflagen bewirtschaftet, ist aber im Besitz der Ottenbacher Primarschulgemeinde.

Seit vielen Jahrzehnten wird im Herbst das Wasser des Stampfenbächli (>>Bäche in Ottenbach) in das Ried umgeleitet in der Hoffnung, dass sich im Winter der dadurch entstandene Weiher mit Eis bedeckt. Bis es so weit ist, braucht es einige Vorarbeiten. Bewirtschafter Roger Hegetschweiler muss im Herbst die Streue rechtzeitig mähen und abführen. Zusätzlich wird die ganze Fläche noch einmal gesäubert, damit später möglichst wenig «Güsel» auf dem Wasser schwimmt. Walter Hegetschweiler ist, im Auftrag der Schule, Eiswart. Nach der Streuernte bringt er die Stauung an, leitet das Bächli um, muss auch immer wieder kontrollieren, ob Besserwisser das Stausystem verändert haben. Nun kommt das Warten auf die grosse Kälte.

Eisfeld gut

Am Sonntag, 16. Dezember 2001, war es soweit. Eine riesige Fläche mit ca. 10 000 m2 spiegelblankem Eis war begehbar. Eiswart Walter Hegetsch weiler war zu dieser Zeit in wärmeren Gefilden. Sohn Roger, Stellvertreter, trat deshalb in Aktion: Hockey- Tore, Sitzbänke, Abfallkübel, Absperrungen, Informationstafeln usw. mussten gebracht oder installiert werden. Dem leichten Schneefall rückte Roger mit Wischmaschine und Schneeschleuder zu Leibe (bis Dato 15 Stunden!).

Mehr Licht! (Goethe)

Eine Erleuchtung der besonderen Art hatte Gemeindeschreiber HR. Böhler: Eine Beleuchtung musste her! Mit Bewilligung des Zivilschutzes setzt er die Idee gleich selber um und schon am Dienstagabend erstrahlte das Eisfeld im Lichte der Zivilschutz- Beleuchtungsanlage. Insgesamt an sechs Abenden installierte HR. Böhler mit den Helfern René Grab, Remo Marchioni und Sepp Suter die Anlage.

Ein herzliches Dankeschön allen Beteiligten!


Die nachfolgende Liste zeigt in welchen Wintern das Eisfeld benutzbar war, dies wird durch den Eiswart auf den Tafel beim Eisfeld angezeigt mit "Eisfeld geschlossen" oder "Eisfeld offen". Meistens ist das Eisfeld nur 1-2 Wochen pro Saison benutzbar, oder gar nicht, der ganze Aufwand von Streue mähen, trocknen, pressen, abführen und sauber rechen, Wasserstand kontrollieren, war dann umsonst.

Aufstellung in Bearbeitung. Meldungen und Fotos über weitere "offen" oder "geschlossen" sind willkommen an peter.eichhorn@gmx.ch

  • Winter 2019/2020 geschlossen
  • Winter 2018/2019 geschlossen
  • Winter 2017/2018 geschlossen
  • Winter 2016/2017 offen. Foto: 21.1.2017
  • Winter 2011/2012 offen. Foto: 5.2.2012
  • Winter 2009/2010 offen. Foto: 23.2.2010
  • Winter 2008/2009 offen Foto: 7.1.2009
  • Winter 2007/2008 offen Foto: 26.12.2007
  • Winter 2005/2006 offen Foto: 14.1.2006
  • Winter 2001/2002 offen Foto: 23.12.2001
  • Winter 1979/1980 offen Foto: Jan.1980


Gmeimatt Ottenbach - Der Wässermann

Wasserwiesen sind heute nicht mehr üblich,in unserer Gegend überhaupt ganz verschwunden. Das Wässern der Wiesen wurde im letzten und anfangs unseres Jahrhunderts vielerorts praktiziert. Die Vorteile des Verfahrens sind in einem alten Lehrbuch wie folgt beschrieben:

«Nährstoffreiches Rieselwasser ist ein Dünger, den die Natur umsonst liefert. Es führt dem Boden nicht nur Pflanzennährstoffe zu, es schützt auch die Wiesenpflanzen im Frühjahr vor Nachtfrösten. Es erfrischt die Wiesenpflanzen bei anhaltender Trockenheit, vertreibt Mäuse und Engerlinge und vernichtet die giftige Herbstzeitlose. Durch die im Wasser aufgeschlämmten feinsten Erdteilchen. die sich bei einer Überschwemmung als Schlick auf der Wiese ablagern, wird der Wiesenboden gedüngt.»

Die Korporation Ottenbach hatte auch ihre Wässerwiesen, und zwar in der Gemeindematt, jenem Stück Land, in dem sich heute zuunterst das Eisfeld befindet.

Weiterlesen bei "Ottenbacher Geschichten und Sagen "Der Wässermann". Autor: Kurt Leutert


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